Berichte

Besonderheiten in der Arbeitsweise kirchlicher Wohnungsunternehmen

09.06.2014

Thema eines ausführlichen Rundfunkbeitrags

Brigitte Jünger interviewt Ulrike Hanna (links) von der Joseph-Stiftung und Luise Löchner (Mitte) von der Caritas. Foto: bs

Die katholische Kirche macht als Besitzerin zahlreicher Immobilien des Öfteren von sich reden; meist werden Prunk und Protz angeprangert. Dass kirchliche Wohnungsunternehmen eine ganz andere Maxime verfolgen, macht sich hingegen selten jemand klar. Arme, Alte, Alleinerziehende, Ausländer, ... haben die Chance, günstigen und geeigneten Wohnraum zu finden. - Der Bayerische Rundfunk sendete am Pfingstsonntag in seinem Hörfunkprogramm Bayern 2 einen fast halbstündigen Beitrag.

„Wohnungsbau ist Dombau.“  So beschrieb der junge Würzburger Bischof Julius Döpfner nach dem Zweiten Weltkrieg die Aufgabe und das Anliegen katholischer Wohnungsbaugesellschaften in Deutschland. Zu einer Zeit, als viele Städte in Schutt und Asche lagen, war es hochnotwendig, für Vertriebene, Flüchtlinge und Ausgebombte neue Heimat zu schaffen. Die Idee, dass besonders die finanziell Schwachen bei der Wohnraumversorgung Unterstützung benötigen, war allerdings nicht neu; die Industrialisierung im 19. Jahrhundert hatte bereits dazu geführt, dass Arbeiter und Dienstmädchen vom Land in die Städte strömten und dringend Wohnraum brauchten.

Arbeiten kirchliche Unternehmen der Immobilienbranche anders als die Privatwirtschaft? Auf der Suche nach einer Antwort hatte sich die freie Journalistin Brigitte Jünger nach Berlin zum Katholischen Siedlungsdienst in Deutschland e. V. und nach Bamberg zur Joseph-Stiftung begeben. Bei uns befragte sie außer Vorstand und Mitarbeiter auch Kunden. Als beispielhafte Projekte besuchte sie das Haus MITEINANDER in Bamberg-Gaustadt, wo das Modell „In der Heimat wohnen - ein Leben lang!“ verwirklicht wird, und das SmartHouse SOPHIA in der Bamberger Villachstraße, wo technische Assistenzsysteme für das Wohnen im Alter im Echt-Betrieb erprobt werden. In der Sendereihe „Katholische Welt“ zeigte sie, wie verantwortungsvoller Umgang mit Menschen rund um das Thema  „Bauen und Wohnen“ aussehen kann.