Berichte

Familienministerin besucht das einzige katholische Mehrgenerationenhaus

03.08.2009

Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen hat sich angekündigt, am Freitag, 4. September 2009, das einzige Mehrfamilienhaus in katholischer Trägerschaft zu besuchen. Dieses befindet sich in Erlangen in der Pfarrei St. Sebald und war unlängst schon einmal positiv in den Schlagzeilen: Unser Unternehmen ergänzte das Mehrgenerationenhaus um neu errichtete Seniorenwohnungen.

Damals veröffentlichten wir den nachfolgenden Bericht:

Die Fertigstellung 17 seniorengerechter Mietwohnungen der Joseph-Stiftung war Anlass für Erzbischof Dr. Ludwig Schick und andere „Hochkaräter“ wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann und die ehemalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt, am Freitag, 10. Juli 2009, die Erlanger Pfarrei St. Sebald zu besuchen. Die neue Wohnanlage ist ein wichtiger Teil einer dort seit vergangenem Jahr existierenden Einrichtung: das bundesweit einzige Mehrgenerationenhaus in der Trägerschaft einer katholischen Kirchengemeinde.

Annemarie Gerzer-Sass, Leiterin der Serviceagentur München, die im Auftrag der Bundesregierung im ganzen Land Mehrgenerationenhäuser betreut, verwies auf die besondere Situation in Erlangen bei dem hier organisierten „Fest der Generationen“. Sie machte deutlich, dass es nicht immer darum gehe, Neues zu erfinden: „Wir wollen die Vernetzung!“ Und die sei in der Erlanger Sebaldussiedlung in idealerweise durch verschiedene kirchliche Institutionen gegeben – angefangen vom Kindergarten über Jugend-, Familien- und Seniorengruppen bis hin zum Wohnungsunternehmen Joseph-Stiftung und dem Caritasverband. Die beiden letzteren entwickelten gemeinsam das Konzept: „In der Heimat wohnen“ – ein Leben lang. Sicher und selbstbestimmt.“ Dieses soll den Menschen bis ins hohe Alter die häusliche Mobilität bewahren und für ein Miteinander in gute Nachbarschaft sorgen.

Kirchenpfleger Adolf Loos sprach von einem großen finanziellen Opfer, das die Pfarrei gebracht habe, um dem Mehrgenerationenprojekt einen weiteren Baustein hinzuzufügen. Sie stellte das Grundstück zur Verfügung, auf dem das seit der Gründung des Pfarreienverbunds "Erlanger Mitte" im Jahr 2005 nicht mehr benötigte Pfarrhaus stand. Die Joseph-Stiftung investierte über 2 Mio. €, um gut 1.000 m² barrierefreie und energieeffiziente Wohnfläche zu schaffen. Baubeginn war im Februar 2008; der Erstbezug der Zwei- und Drei-Zimmer-Wohnungen erfolgt jetzt im Juni.

Und weiter? – „Gott baut ein Haus, das lebt …“, sangen die Gläubigen im Gottesdienst, in dem Erzbischof Dr. Schick den Neubau und seine Bewohner segnete. Diesen überreichte er als Geschenk ihres Vermieters je ein gläsernes Zimmerkreuz. Er appellierte an seine Zuhörer, sich einander anzunehmen, ein offenes Ohr für den anderen zu haben und nicht nur einen Mund, der ständig redet.

„Das Leben ist erst dann schön, wenn Alt und Jung zusammenkommen“, stellte der Erzbischof fest. Um einen „Garten der Generationen“ und einen Gruppenraum herrichten zu können, spendete Dr. Ludwig Schick 20.000 € aus den Erlösen seiner erzbischöflichen Familienstiftung KINDERREICH. Einen Fußball und eine Spielesammlung sowie ein Bäumchen übergab er als „Grundausstattung“. Und er übernahm das Co-Patenamt für das Mehrgenerationenhaus. Als offizielle Patin folgte Bürgermeisterin und Sozialreferentin Dr. Elisabeth Preuß der sich als Mandatsträgerin zurückziehenden Renate Schmidt nach. Unterstützung von städtischer Seite bei einer kleinen Anschaffung sicherte auch sie zu; und persönlich: „Ich bin für Sie da mit einem großen Rucksack voll Zeit!“