Berichte

„Heimat“-Wohnmodell schließt Versorgungslücke

21.05.2009

Mit dem „mustergültigen“ Heimat-Wohnmodell sei es gelungen, eine Versorgungslücke zu schließen. Heinz Richter, Bürgermeister von Markt Neunkirchen am Brand (Lkr. Forchheim), sprach’s anlässlich der Segnung von 15 Altenwohnungen in der dortigen Von-Pechmann-Straße 20 am 20. Mai 2009.

Unser Unternehmen hat ein neues Mietwohngebäude geschaffen, das barrierearm und energieeffizient ist sowie sich zur Freude des Gemeindeoberhaupts harmonisch in die bestehende Bebauung einfügt. Aber das eigentlich Bemerkenswerte ist, dass die Bewohnerinnen und Bewohner eine Rundumbegleitung erfahren: ehrenamtliche nachbarschaftliche Hilfen und – bei Bedarf – auch professionelle ambulante Dienste. Und verrechnet werden nur tatsächlich in Anspruch genommene Leistungen.

Das Konzept haben Caritasverband für das Erzbistum Bamberg und Joseph-Stiftung gemeinsam erarbeitet. Caritas-Einrichtungen vor Ort – zum einen das Alten- und Pflegeheim St. Elisabeth um die Ecke und zum anderen die Sozialstation auf der gegenüberliegenden Straßenseite – ermöglichen, was im Namen des innovativen Wohnmodells zum Ausdruck kommt: „In der Heimat wohnen – ein Leben lang! Sicher und selbstbestimmt.“

In seiner Begrüßung bezeichnete Dr. Klemens Deinzer, Vorstand der Joseph-Stiftung, das Heimat-Wohnmodell als „stimmige Antwort auf die aktuelle Herausforderung des demographischen Wandels“; es verbinde Jung und Alt miteinander. Um flexibel reagieren zu können, habe man, obwohl der Erstbezug schon zum Jahresanfang möglich war, bewusst einige Wohnungen noch freigehalten, berichtete Kundenbetreuerin Hannelore Bils-Klinker.

Die Bedeutung einer soliden Nachbarschaft unterstrich außerdem Friederike Müller, Bereichsleiterin beim Diözesan-Caritasverband: „Ein guter Nachbar ist eine Erleichterung und stellt zusammen mit den Angeboten des Sozialdienstes einen Segen für die Bewohnerinnen und Bewohner dar.“

Für die Menschen und das Haus aus Stein erbat Dekan Peter Brandl den Segen Gottes. Als kleine Aufmerksamkeit erhielten die zum Teil sehr gerührten Mieterinnen und Mieter von uns Zimmerkreuze, die sie immer an diesen besonderen Tag erinnern sollen.

Musikalisch umrahmt hatte die Feier ein Trompetenquartett der örtlichen Blaskapelle. Einen geselligen Ausklang fand sie schließlich im benachbarten Haus „Jakobus“. Interessierte waren eingeladen, bei Kaffee und Kuchen mehr über das neue Wohn- und Betreuungsangebot nicht nur in Neunkirchen zu erfahren. Neben Neunkirchen am Brand sind Bamberg, Forchheim, Erlangen und Nürnberg bereits Heimat-Wohnstandorte; weitere befinden sich im Aufbau.