Berichte

In Pegnitz entstehen zehn neue „Heimat“-Mietwohnungen

10.10.2013

Bis Mitte Oktober präsentieren die Stadt Pegnitz, die Caritas und die Joseph-Stiftung im Pegnitzer Bürgerzentrum (Hauptstraße 72) ihr Konzept für den Bau und den Betrieb einer „Heimat“-Wohnanlage in der mit rund 13.500 Einwohner zählenden Kommune im Landkreis Bayreuth. Bauerherr von zwölf Mietwohnungen ist die eigens gegründete „In der Heimat wohnen GmbH & Co. KG Pegnitz“.

Unmittelbar neben dem Wohngebäude wird ein Caritas-Stützpunkt errichtet als Anlaufstelle für Beratungssuchende und als Begegnungsstätte der ganze Nachbarschaft. Neben der kostengünstigen Wohnmöglichkeit bei  nach Einkommen gestaffelten Mietpreisen von 3,90 bis 5,90 €/m² und neben einem bedarfsorientierten ambulanten Service wird ein sogenanntes Quartiersmanagement ein fundamentales Element des Projektes sein; die „Heimat“-Aktivitäten sollen „in die gesamte Stadtgesellschaft hinein vernetzt werden“, wünscht Bürgermeister Uwe Raab. Der Caritasverband Bayreuth e. V. wird dafür Sorge tragen und hofft für die Dauer von drei Jahren auf eine finanzielle Förderung als Innovationsmaßnahme durch das Deutsche Hilfswerk. Die Initiative für das „Heimat“-Projekt in Pegnitz geht im Übrigen auf einen privaten Großspender zurück.

Örtliche Vereine als Partner willkommen

Die gesamte Bevölkerung soll von dem Angebot von „In der Heimat wohnen“ profitieren, betonte der Rathauschef bei der öffentlichen Vorstellung des Vorhabens am 1. Oktober 2013. Die Stadt stellt daher das Bauland von gut 2.000 m² an der Roseggerstraße auf Erbbaurechtsbasis zur Verfügung. Der Erbpachtzins fülle jedoch nicht die Stadtkasse, sondern diene zweckgebunden dem Aufbau des Quartiersmanagements. Dieses soll laut Helmar Fexer, dem stellvertretenden Diözesan-Caritasdirektor, bereits zum 1. Januar 2014 starten. Vereine und Initiativen seien als Partner willkommen. Eine lebendige Nachbarschaft sei das Ziel. Natürlich könnten auch professionelle Dienstleistungen angefordert werden, wenn die jeweilige gesundheitliche Situation dies erfordere. Auf jeden Fall werde keine Betreuungspauschale erhoben, sondern nur die tatsächlichen Buchungen verrechnet. Kooperationen sowohl mit ambulanten als auch stationären Einrichtungen seien geplant. Nicht nur die Mieter der „Heimat“-Wohnungen, alle Bürger von Pegnitz sollen Nutznießer sein.

Blitzschnelle Fertigstellung dank Modulbauweise

Schneller als bei konventionellen Bauvorhaben werden die Gebäudeteile bezugsfertig sein. Veit Bergmann, Geschäftsführer der „In der Heimat wohnen GmbH & Co. KG Pegnitz", übergab dem Architekten und Repräsentanten der Neumarkter Firma IBOS, Dr. Joachim Brech, den entsprechenden Vertrag. IBOS hat sich in einem öffentlichen, bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb durchgesetzt. In nur etwa einem halben Jahr soll dank modularen Bauens das Werk vollendet sein. Ein Modul gilt als „funktionales Teil eines großen Ganzen“. Die Teile kommen vor Ort mit eingebauten Fenstern, tapeziert, ... Ein Tragsystem in Holz-Beton-Verbundbauweise eignet sich nach den Worten Veit Bergmanns, schon beim Bauen und dann im Alltag durch hohe Effizienz Energie äußerst sparsam zu verbrauchen. Bergmann, von seiner Ausbildung her selbst Architekt, zeigte sich sehr zuversichtlich: „Wenn alles zusammenpasst, wird sich auch alles zusammenfügen!“

Die Projektverantwortlichen und zahlreiche Interessierte aus der Bevölkerung stießen mit einem Cocktail in der  Farbe von „In der Heimat wohnen“, die als Farbe der Hoffnung gilt, auf das Gelingen und auf einen guten Bauverlauf an.  |  bs