Berichte

Stiftung fördert das „Heimat“-Wohnmodell

18.08.2009

Caritasverband für die Erzdiözese Bamberg und Joseph-Stiftung haben gemeinsam die neue Stiftung „In der Heimat wohnen – ein Leben lang“ aus der Taufe gehoben.

Gründung der Stiftung "In der Heimat wohnen": Erzbischof übergibt Stiftungsurkunde Die „Heimat“-Stiftung wird vom Stiftungszentrum der Erzdiözese verwaltet. Daher war es Erzbischof Professor Dr. Ludwig Schick, der am 30. Juli 2009 im Bischofshaus die offizielle Stiftungsurkunde an Dr. Klemens Deinzer (Mitte), Vorstand der Joseph-Stiftung, und an Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein (links) übergab. Die neue Stiftung soll dazu beitragen, dass weitere Standtorte des gleichnamigen Wohnmodells „In der Heimat wohnen“ verwirklicht werden können.

Dr. Klemens Deinzer weiß aus Erfahrung, dass Senioren oft nicht in ihrem Wohnort bleiben können; wenn sie auf Betreuung angewiesen sind, müssen sie in ein Pflegeheim umziehen. Gerade bei alten Menschen, die bislang im ländlichen Raum lebten, bedeute dies einen Wechsel in eine entfernte Stadt. „In der Heimat wohnen“ ermögliche ihnen aber ein selbstbestimmtes Wohnen in ihrem gewohnten Umfeld.

Das Wohnmodell von Joseph-Stiftung und Caritas stellt laut Caritasdirektor Öhlein einen Mittelweg dar zwischen ambulanter Pflege und Altenheim. Es kombiniere barrierefreien Wohnraum mit pflegerischer Versorgung. Aufgrund der hohen Betreuungspauschale, die beim so genannten Betreuten Wohnen verlangt werde, sehe das Modell vor: „Die Joseph-Stiftung sorgt für den Wohnraum, die Caritas hält – ohne Betreuungspauschale – die Unterstützungsleistungen vor, für die der Mieter nur in dem Umfang zahlt, in dem er sie auch in Anspruch nimmt.“ Dieses Angebot richte sich nicht nur an Senioren, sondern auch an Menschen mit körperlicher Behinderung oder mit psychischer Erkrankung.

Die Stiftung „In der Heimat wohnen – ein Leben lang“ hat nur ein geringes Startguthaben. Dies soll jedoch durch nicht abgewohnte Mietvorauszahlungen aufgestockt werden; Mieter sollen sie der Stiftung vermachen. Ziel sei es, dadurch weitere Standorte des Wohnmodells zu finanzieren. Bereits bezogene Wohnlagen befinden sich in Bamberg-Gaustadt, Erlangen, Forchheim, Hersbruck, Neunkrichen am Brand, und im Nürnberger Stadtteil St. Johannis. Im Bau oder in Planung sind Gebäude in Altenkunstadt, Ansbach, Bamberg, Gößweinstein, Hollfeld, Lauf, Lehrberg, Nürnberg und Teuschnitz.             
Foto: Bärbel Meister