Berichte

Stiftung „In der Heimat wohnen“ erhält eine Zustiftung

24.01.2011

Im Gegensatz zu einer Spende darf eine Zustiftung nicht unmittelbar ausgegeben werden, bleibt erhalten, soll Zinsen bringen, um dem Stiftungszweck zu dienen.

Zustiftung für "In der Heimat wohnen" durch die Darlehenskasse Münster eG (DKM)

Auf diese Unterscheidung legten Christoph Bickmann (Zweiter von links) und Joachim Reimann (links außen) von der Darlehenskasse Münster eG (DKM) Wert, als sie Mitte Januar 2011 5.000 € zur Stiftung „In der Heimat wohnen – ein Leben lang“ nach Bamberg brachten. Dauerhaft solle dieses Geld Gutes bewirken und außerdem andere anstiften, selbst zu stiften, wünschten sie. Sie selbst seien aufgerüttelt worden durch zwei Fachvorträge von Helmar Fexer (Mitte), stellvertretender Bamberger Diözesan-Caritasdirektor, und Dr. Klemens Deinzer (Zweiter von rechts), Vorstand der Joseph-Stiftung, auf Altenhilfekonferenzen in Bremen und Münster. Die Caritas im Erzbistum Bamberg und das kirchliche Wohnungsunternehmen Joseph-Stiftung haben das „Heimat“-Wohnmodell gemeinsam entwickelt. Dieses basiert auf den drei Säulen, auch im hohen Alter noch zu Hause zu leben dank einer barrierearmen oder barrierefreien Wohnung, keine Einsamkeit zu verspüren dank einer von gegenseitiger Hilfsbereitschaft betragenen Nachbarschaft und jederzeit gegebenenfalls von professionellen ambulanten Betreuungseinrichtungen versorgt zu sein. Besonders ist, dass Versorgungssicherheit besteht, ohne dass eine Betreuungspauschale erhoben wird. Laut Helmar Fexer sind aktuell entsprechende Wohnanlagen an 18 Standorten in Betrieb, Bau oder Planung. DKM-Vorstand Bickmann forderte auf: „Ihre Ideen sollen nicht alleine in Ihrer Diözese bleiben.“ Nach dem Vorbild der DKM. Sie trage zwar Münster in ihrem Namen, werde aber bundesweit nachgefragt. Sie sei eine Bank, die vor genau 50 Jahren von der katholischen Kirche für die katholische Kirche gegründet worden sei. Aus ihren Erlösen habe sie bisher 16 Mio. € Spenden wieder an kirchliche Institutionen ausgeschüttet. „Echt nachhaltig!“, kommentierte Bambergs Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein (rechts außen) die Praxis, Geld im kirchlichen Kreislauf zu belassen.