Berichte

Teuschnitz wird der 14. Standort mit dem Konzept „In der Heimat wohnen“

18.10.2011

Freudentag im Frankenwald-Städtchen Teuschnitz. Am Freitag, 14. Oktober 2011, erfolgte der symbolische Spatenstich für ein „Heimat“-Haus in der Ortsmitte direkt neben dem Rathaus.

Acht seniorengerechte Mietwohnungen und ein Bürgertreff sollen laut Diözesan-Caritasdirektor Gerhard Öhlein bis Frühjahr 2013 hinter der Fassade des unter Ensembleschutz stehenden Anwesens geschaffen und abschnittsweise ab Herbst 2012 bezogen werden. Zur Anwendung kommt dann am insgesamt 14. Standort in der Erzdiözese Bamberg das von Caritas und Joseph-Stiftung entwickelte Konzept „In der Heimat wohnen – ein Leben lang! Sicher und selbstbestimmt“.

Die Caritas ist Bauherrin und Maßnahmenkoordinatorin in Teuschnitz. Dennoch wird sie hier gar nicht selbst die je nach Bedarf zu buchenden professionellen ambulanten und/oder hauswirtschaftlichen Dienste erbringen wird, sondern der vor Ort bereits vertretene Kronacher Kreisverband des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK). Die Caritas wird den „Neubau“ zur Bewirtschaftung in einem Nutzungsüberlassungsvertrag an die noch zu gründende „In der Heimat wohnen GmbH & Co. KG Teuschnitz“ übertragen, an der die Joseph-Stiftung als Kommanditistin beteiligt sein wird. Als Komplementärin fungiert die „In der Heimat wohnen Verwaltungs GmbH“. Hier beträgt der Gesellschaftsanteil von Erzbistum, Diözesan-Caritasverband und Joseph-Stiftung bekanntlich jeweils ein Drittel.

Der Joseph-Stiftung wird sich um die Vermietung kümmern. Zunächst obliegt ihr die technische und wirtschaftliche Baubetreuung. Die Baumaßnahme ist auf rund 1,7 Mio. € veranschlagt. Rund 90 % sind durch Zuschüsse im Rahmen der Städte- und Wohnungsbauförderung durch Bund, Freistaat Bayern, Landkreis Kronach, Bayerische Landesstiftung und Oberfrankenstiftung gedeckt; die Stadt Teuschnitz muss de facto 80.000 € aufbringen. Größtenteils ist dies der Hartnäckigkeit und dem Verhandlungsgeschick von Bürgermeisterin Gabriele Weber zu verdanken.

Repräsentanten fast aller beteiligten Institutionen konnten für ein Grußwort bei der „Baustelleneröffnung“ gewonnen werden, so z. B. Ministerialdirektorin Oda Scheibelhuber aus dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Jutta Jaczo als stellvertretende Landrätin von Kronach und Theodor Bonnet als Verantwortlicher für das Wohnungswesen bei der Regierung von Oberfranken. Ebenso wie Caritasdirektor Öhlein lobten sie die ungewöhnliche Finanzierung und den Modellcharakter des Vorhabens. Starke Betroffenheit löste BRK-Kreisgeschäftsführer Roland Beierwaltes aus mit aktuellen Hochrechnungen. Demnach werden 2025 von den dann nur noch 60.000 Einwohnern des Landkreises Kronach rund 24.000 über 60 Jahre alt sein. Alle Redner waren sich einig, dass die Senioren in der Gesellschaft mehr Beachtung verdient hätten und dass in Teuschnitz auch durch großes bürgerschaftliches Engagement Beispielhaftes entstehe. Die örtliche Projektgruppenleiterin und Quaritiersmanagerin Isabella Ettlich freute sich, dass so unter anderem ein Fahrservice und ein Einkaufsdienst ins Leben gerufen werden konnte, und lud zu weiterer Beteiligung ein.